Hier finden Sie aktuelle Artikel, von unseren Tierärzten geschrieben!

 

 

 

Hunde im Winter

  • Braucht mein Hund im Winter mehr Futter?  Bei häufigem oder länger andauerndem Aufenthalt im Freien bei niedrigen Temperaturen steigt der Energiebedarf des Hundes an. Ein Ausgleich ist dann u.U. nötig. Man erhöht entweder die tägliche Futtermenge oder man gibt ein Futter mit einer höheren Energiedichte (vor allem mit einem höheren Fettgehalt). Die meisten Hunderassen können die Futteraufnahmemenge an eine wechselnde Energiedichte des Futters anpassen; manche Rassen wie der Beagle können dies nicht.

 

  • Sicherheit für den Hund in der dunklen Jahreszeit: Der Hund kann ebenso wie der Wolf als Dämmerungsjäger im Dunkeln sehr gut sehen, der Mensch eher nicht. Deshalb gibt es besonders im Winter immer wieder schwere Unfälle, wenn Autofahrer oder Radfahrer einen Hund nicht rechtzeitig sehen. Jäger erkennen einen Hund im Dunkeln oft nicht als solchen.

         Reflektoren am Halsband (dann rundherum) oder am Geschirr sind geeignete vorbeugende                   Maßnahmen. Dauerhaft blinkende Reflektoren sind ungeeignet. Sie beeinträchtigen das                         Sehvermögen desHundes.

 

  • Kann sich mein Hund erkälten? Vor allem das längere Liegen auf kaltem Untergrund, aber teilweise auch Zugluft können zu einer Schwächung der Immunabwehr in den einzelnen Organen oder auch des gesamten Immunsystems führen. Im Bauchbereich ist eine der häufigeren Folgen eine Blasenentzündung, aber auch die Atemwege können in vielen Fällen betroffen sein. Ursache ist die Ansiedlung und massenhafte Vermehrung von Krankheitserregern wie Bakterien und Viren. Hunde sollten daher nicht zu längerem Liegen oder Stehen an kalten oder zugigen Orten gezwungen sein.

 

  • Schadet es, wenn mein Hund Schnee frisst? Das hängt von der individuellen Empfindlichkeit und der aufgenommenen Menge von Schnee oder Eis ab. Relativ oft sind die Folgen massiver Durchfall und teilweise auch Erbrechen. Eine tierärztliche Behandlung wird oft nötig, da sich die Magen – Darm – Entzündung durch massenhafte Vermehrung krankmachender Bakterien verschlimmert. Schneeballwerfen sollte besser vermieden werden, denn es regt den Hund zusätzlich zum Schneefressen an.

 

  • Braucht mein Hund im Winter Schuhe? Die Pfotenballen sind von einer Haut überzogen die mit rund 1800 Mikrometer etwa 50 mal dicker ist als die restliche Haut am Hundekörper. Die Ballen sind dadurch sehr robust. Zugleich sind sie durch die vielen eingelagerten Rezeptoren sehr empfindlich. Ein engmaschiges Netz von Blutgefäßen in der Hundpfote sorgt dafür dass die Pfoten auch bei sehr langem Aufenthalt in der Kälte immer auf Körpertemperatur gehalten werden. Bei entsprechend ungünstiger Witterung können Eiskristalle die Pfoten verletzen- dann allerdings können Hundeschuhe zur Vorbeugung sinnvoll sein. Ein zweites Problem kann eine Verätzung durch Streusaltz sein. Hier hilft am besten das Waschen der Pfoten nach der Heimkehr.