Tumorerkrankungen der Haut bei Hund und Katze 

 

Tumoren sind knotige Gewebszubildungen. Die mit ihnen verbundene Erkrankung wird bei bösartigen Tumoren als Krebs bezeichnet. Die Haut ist das Organ mit der höchsten Tumorrate. Teilweise handelt es sich dabei um echte Tumoren der verschiedenen Hautbestandteile, teilweise um Tumoren anderer Organe, die in oder unter der Haut sichtbar werden. Grundsätzlich ist jede Umfangsvermehrung der Haut tumorverdächtig und kann bösartig sein. Ob ein solcher Tumor gutartig oder bösartig ist, kann in keinem Fall durch einfaches Abtasten und äußerliche Untersuchung ermittelt werden. Zur Klärung ist immer eine mikroskopische Untersuchung entsprechender Proben nötig. Die Proben können aus dem durch Operation entfernten Tumor oder auch durch Biopsien oder Zellgewinnung gewonnen werden. 

 

Wodurch entsteht Krebs?

 

An der Entstehung einer Krebszelle sind Gene (Erbanlagen) der Zelle und deren Veränderungen (Mutationen) in erheblichem Maß beteiligt. Die Kontrollfunktionen des Körpers sind dann nur noch eingeschränkt wirksam. Nur wenn mehrere Krebs auslösende und fördernde Faktoren vorliegen, entwickeln sich bösartige Tumoren. Diese Faktoren stammen aus der Umwelt (z.B. radioaktive Strahlen oder ultraviolette Sonnenstrahlen, Tabakrauch, Asbeststaub, Pilztoxine in Futtermitteln und viele andere) oder aus dem Organismus selbst (Erbanlagen, Immunabwehr, Verfettung usw.). 

 

Wie kann man vorbeugen?

 

Eine gesunde Ernährung und Lebensweise stärkt die Immunabwehr u.a. gegen Tumorerkrankungen. Da vor allem ältere Hunde oder Katzen erkranken, sind entsprechende regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unbedingt zu empfehlen. Dazu gehören neben einer gründlichen klinischen Untersuchung auch Laboruntersuchungen und die Untersuchung der inneren Organe mittels Röntgen oder Ultraschall bzw. Computertomographie. 

 

Welche Tumoren werden in der Haut sichtbar?

 

  • Tumoren der Oberhaut: Plattenepithelkarzinom, Papillom, Basalzellentumor, Tumoren der Haaranlagen, der Talgdrüsen und der Schweißdrüsen, verhornendes Epitheliom        
  • Tumoren der tieferen Hautschichten stammen aus den Blut- oder Lymphgefäßen, dem Fettgewebe, dem Bindegewebe oder dem blutbildenden Gewebe        
  • Tumoren der Pigmentzellen
  • Hautveränderungen infolge von Tumorerkrankungen anderer Organe:  
    • Hauterkrankungen infolge von Tumorerkrankungen von Leber, Bauchspeicheldrüse oder Niere 
    • Hauterkrankungen infolge Tumoren des lymphatischen Systems  
    • Tumoren im Gesäuge  
    • Speicheldrüsentumoren  
    • Histiozytose 

 

Wie kann man behandeln?


Es gibt heute zahlreiche therapeutische Möglichkeiten. Wichtiger Erfolgsfaktor ist die frühzeitige Erkennung von Tumoren. Die umfassende chirurgische Entfernung ist meistens das Mittel der Wahl, teilweise ergänzt durch Bestrahlungen und/oder Chemotherapie. Die beiden zuletzt genannten Methoden werden bei bestimmten Tumoren auch allein eingesetzt und führen in vielen Fällen zur Heilung oder zumindest zu einer wesentlich längeren Lebensdauer bei guter Lebensqualität. Die Nebenwirkungen dieser Therapie sind meist deutlich geringer ausgeprägt als beim Menschen.